Auch wenn ich hier der Autolosigkeit das Wort rede: Selbst vor unserer Tür steht noch ein Auto. Ob sich das wirklich lohnt, ist fraglich. Solange es noch fährt, bestimmt, aber bei einer Neuanschaffung müsste noch einmal nachgerechnet werden.
Unser Auto ist ein Mittelklasse-Van mit 8-9 Litern Verbrauch pro 100 km. Wir fahren in solange, wie möglich. Das senkt die Kosten. Momentan fahren wir ihn schon seit 12 Jahren und ich hoffe ihn noch mindestens zwei weitere Jahre fahren zu können. Die Jahreskilometerleistung beträgt 9000-10000 km; davon wird ein großer Teil auf der Autobahn für Urlaubsfahrten zurückgelegt. Ansonsten wird der Wagen im Schnitt einmal pro Woche für 20 km (Hin-und zurück) bewegt. Dazu kommen gelegentliche (ca. 12 pro Jahr) Transportfahrten für Getränkekäufe, Müllentsorgung oder ähnliches. Die täglichen Wege (zur Arbeit, Einkaufen, etc.) legen wir mit dem Rad zurück.
Wir wohnen in einem Mittelzentrum. Die nächste Großstadt ist 18 km entfernt. Man kommt dort mit dem Rad oder Bahn hin. Die wöchentliche Fahrt über 2 x 10 km ist im Winter nur mit dem Auto sinnvoll zu meistern. Der Bus braucht für die 10 km ca. eine Stunde.
Die Rechnung kann in meinem individuellen Fall z.B. so aussehen. Die ganze Rechnung hat allerdings sehr viele Variablen. Wer in einer Großstadt wohnt, für den fällt die Rechnung sicher noch eindeutiger gegen den Autobesitz aus. Auch kann meine Rechnung schon stark abweichen, wenn unser Urlaubsziel gut mit der Bahn zu erreichen ist. Kostenmäßig dürfte aber auch bei uns der Besitz eines Autos schon nicht mehr sinnvoll sein. Bleibt zu überlegen, wieviel uns der Luxus der ständigen leichten Verfügbarkeit wert ist.
