Archive for Februar, 2012

29. Februar 2012

Die Polizei, des Autofahrers Freund und Helfer

Ein Kommentar zum Artikel “Radfahrer stellt Strafanzeige” in DerWesten.

Eigentlich schon erschreckend, dass so etwas überhaupt eine Meldung wert ist. Der Artikel liest sich allerdings eher so, als ob der Radfahrer der Böse sei und so wird es im Allgemeinen wohl auch gesehen. Nach Meinung des Artikelschreibers und/oder der Polizei hätte der Radfahrer schließlich auch in den Graben springen können um den Autofahrer vorbeizulassen, wie es die Fußgänger ja auch machen. Ich glaube kaum, dass die Anzeige irgendetwas gebracht hat.

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29. Februar 2012

Brauchen wir fahrradfreundliche Städte?

Die Arbeitsgemeinschaft “fahrradfreundliche Stadt Unna” feiert ihre ErfolgeZum Teil sicher zu Recht. Es wurde schon einiges erreicht. Aber ist Unna wirklich schon fahrradfreundlich und reicht es überhaupt aus, einfach nur fahrradfreundlich zu sein? 

Viel Geld wurde in die Hand genommen.  Radwege und Abstelleinrichtungen wurden gebaut. Viel Sinnvolles und viel Unsinniges wurde getan.
Ist Unna schon eine fahrradfreundliche Stadt? Woran macht man Fahrradfreundlichkeit fest?

Ist Fahrradfreundlichkeit messbar an der Anzahl der neugebauten Fahrradwegkilometer?  Sind Fahrradwege, die nur selten genutzt werden, schon ein Beweis der Fahrradfreundlichkeit? Oder ist nicht die Steigerung des Fahrradverkehrs ein besserer Indikator?

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29. Februar 2012

Oben ohne

Christian schreibt, warum er keinen Helm mehr trägt.

Je mehr Radfahrer freiwillig Helm tragen, desto mehr potenzielle Radfahrer werden abgeschreckt; desto geringer ist die Präsenz der Gesamtheit aller Radler im Straßenverkehr (mit entsprechend steigendem Risiko für die verbleibenden Pedalritter); und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich unbehelmt verunglückte Radler auch bei objektiver Schuldlosigkeit eine Mitschuld anrechnen lassen müssen und dass letztlich auch in Deutschland eine Helmpflicht eingeführt wird.

Die Sache war damals sogar Spiegel-Online einen Artikel wert.

Das diese Argumentation nicht eine aus der Luft gegriffene Spinnerei einiger Forum-Freaks ist, beweist die Geschichte einer Lehrerin, die massiven Ärger mit ihrer Schule bekommen hat, weil sie ohne Helm zur Arbeit gefahren ist. Sie ist mittlerweile nicht mehr an dieser Schule tätig. Die übrigen Lehrer fahren, auch wenn es nur drei Kilometer sind, nun mit dem Auto zur Schule. Mit Helm wollen sie nicht fahren und ohne dürfen sie nicht. So geben sie nun den Kindern ein schlechtes Beispiel um ihnen kein schlechtes Beispiel zu geben.

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29. Februar 2012

Heiner Monheim: Umsteigen, bitte!

Lesenswert: Heiner Monheim: Umsteigen, bitte! 

Die Verkehrswende ist keine Utopie, sie muss allerdings mit System angeschoben werden, meint Heiner Monheim, Professor für Angewandte Geographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Das Auto wirkt im Verkehr wie das Kuckucksei im Vogelnest. Es monopolisiert das „Futter“, Mitbewerber werden ausgehungert. Heiner Monheim nimmt in diesem Essay aus der FRANKFURTER RUNDSCHAU die Politik in die Pflicht: Mobilitätsvorsorge muss allen Verkehrsmitteln gelten, auch Bus und Bahn.

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29. Februar 2012

Warum Fahrradschutzstreifen Fahrradfahrer nicht schützen

Radfahrer und Autofahrer halten diese Streifen oft für benutzungspflichtig. Ein gefährlicher Irrtum. Der Abstand zu den parkenden Autos muss eingehalten werden und damit ist der Schutzstreifen nutzlos und verführt zu einer gefährlichen Fahrweise.

Radfahrer und Autofahrer halten diese Streifen oft für benutzungspflichtig. Ein gefährlicher Irrtum. Der Abstand zu den parkenden Autos muss eingehalten werden und damit ist der Schutzstreifen nutzlos und verführt zu einer gefährlichen Fahrweise.

Es ist zwar richtig, dass Radwege oft gefährlich sind, weil die Radfahrer aus dem Sichtfeld der Autofahrer verschwinden, aber Schutzstreifen sind für dieses Problem meistens auch keine Lösung. Zumindest, wenn sie mit einer Breite von 1,25m (inklusive der weißen Linie) gerade mal die Minimalanforderung erfüllen.

In der Stadt bleibt oft kein Platz für großzügig angelegte Radwege und Schutzstreifen. In diesem Fall bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, dass Autos und Radfahrer sich die Fahrbahn gleichberechtigt teilen. Beim gegenwärtigen Umfang des Radverkehrs sollte das auch kein Problem sein. Wie viel Steigerung ohne einen Verkehrsinfarkt noch möglich ist, lässt sich zum Beispiel in den Niederlanden besichtigen.

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